Diabetiker  Bezirksverband

Bruchsal

 Info für Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes 

Ihr Ansprechpartner

Carsten Schlüter - Telefon 07251 3209983 ab 18:00 Uhr oder E-Mail: dbw-bruchsal-typ1@web.de

 Zu den  Veranstaltungen

20. März 2018

Bericht von der Auftaktveranstaltung am 15. März 2018 zur Gründung der Selbsthilfegruppe für Kinder und Jugendliche mit Typ-1-Diabetes mellitus im Diabetes-Schulungsraum der Fürst-Stirum-Klinik in Bruchsal.

Heike Steck vom DBW Landesverband, Ressortleitung Jugend/Familie musste krankheitsbedingt leider absagen, trotzdem wurde die Präsentation mit vielen Bildern Aktivitäten und Projekte aus 2017 wie KSC-Fußballcamp, Segelcamp und dem Filmprojekt zu DIAschulisch gezeigt. Angekündigt wurden die Termine für 2018 zum Segelcamp am Bodensee, das KSC-Fußballcamp und die #KidsKon. 

Aufgrund der frühen Uhrzeit konnten am Abend leider nur drei Familien anwesend sein, der Schulungsraum der Klinik war mit insgesamt 10 Personen gut gefüllt. Das große Interesse auch am 20. Bruchsaler Diabetikertag zeigte jedoch, dass die Notwendigkeit zur Gründung berechtigt war und noch größere Nachfrage besteht. 

Deshalb wird als nächstes per Doodle abgestimmt, wann die nächste Veranstaltung stattfinden kann. Angestrebt wird die Woche nach Ostern. Der Veranstaltungsort ist in Abklärung. Weiter wurde eine WhatsApp Gruppe erstellt und gegenseitig die Kontaktdaten ausgetauscht. Beim gegenseitigen Vorstellen wurden auch die Erwartungen an die Gruppe zusammengetragen. Hier stand der lokale Kontakt klar im Fokus. 
 
Anschließend wurde schon rege diskutiert über Probleme und den unterschiedlichen Erfahrungen die schon gemacht wurden. Wir hoffen das der Grundstein für eine Gruppe gelegt ist, und möchten Sie recht herzlich zu unseren weiteren Treffen der Selbsthilfegruppe für Kinder und Jugendliche einladen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Herrn Carsten Schlüter. >c.s.<

7. Juli 2017

Klarheit statt Engstirnigkeit

BLICKWINKEL | DJ  8–2017

Mit Empörung reagierten Vorstand, Jugendbeauftragte und Landesorganisationen der Deutschen Diabetes Föderation (DDF) auf das Schreiben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW, Landesverband Rheinland-Pfalz, Landesfachgruppe Grundschulen). Lehrkräften wird darin empfohlen, medizinische Hilfsmaßnahmen für Kinder mit Diabetes abzulehnen oder zu widerrufen, da es sich um eine fachfremde Leistung handelt - auch nach erfolgter Anleitung und schriftlicher Vereinbarung.

Für die Erstversorgung sei die Teilnahme an Erste-Hilfe-Kursen ausreichend. Eltern von Kindern mit Diabetes sollten bei ihren Krankenkassen Pflegekräfte zur Kinderbetreuung beantragen, da eine sichere medizinische Versorgung durch die Lehrkräfte nicht gewährleistet sei.

Die GEW fordert u.a., dass zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen nur noch mit finanziellem und zeitlichem Ausgleich zu erfolgen haben und Aufgaben, für die Fachkräfte erforderlich sind, nicht auf Lehrkräfte abzuwälzen seien. Klare Regelungen und Unterstützung für die Lehrkräfte sind nach unserer Auffassung unbedingt erforderlich. Trotzdem ist die Aufforderung, medizinische Hilfsmaßnahmen bei Kindern mit Diabetes als fachfremde Tätigkeiten abzuweisen, für Heike Steck, Ressortleiterin Jugend/Familie und Vorstandsmitglied im Verein Diabetiker Baden-Württemberg, diskriminierend und ein Schlag ins Gesicht für die Betroffenen.

Wirkliche Schulprobleme, wie chronische Unterbesetzung und viel zu große Klassen, würden so auf dem Rücken der Kleinsten ausgetragen. Nach Auffassung von Reiner Hub, ebenfalls Mitglied im Vorstand der Diabetiker Baden-Württemberg und zuständig für den Bereich Soziales, sollte die GEW nicht nur den Bildungsauftrag, sondern auch die Fürsorge für die anvertrauten Kinder sehen.

Dringend notwendig ist eine bundesweite gesetzliche Regelung zur

Inklusion von Kindern mit Diabetes.

 

Glücklicherweise verhalten sich viele Lehrkräfte nicht so engstirnig wie von der GEW gefordert. Nicola Finke-Fricke, Landesvorsitzende des Vereins Diabetiker Niedersachsen (DNDS), ergänzt, dass die Krankenkassen nur begrenzt Pflegekräfte zur Verfügung stellen. Der Vorstand der Deutschen Diabetes Föderation sieht die Politik gefordert, endlich Klarheit für alle Beteiligten zu schaffen. Eine bundesweite gesetzliche Regelung zur Inklusion von Kindern mit Diabetes in Kindertagesstätten und Grundschulen durch die Kultusministerien der Länder wird aus dem Blickwinkel der DDF dringend benötigt. An großen Schulen sollte zudem medizinisches Personal als Ansprechpartner für alle Erkrankungen sowie Inklusionsbeauftragte zur Verfügung stehen. Schon jetzt bieten die Diabetes-Selbsthilfeorganisationen der DDF kostenfreie, von den Krankenkassen geförderte Fortbildungen für Lehrkräfte und Erzieher an.  

Dr. Klaus-Dieter Warz, Vorstandsvorsitzender der DDF

Elke Brückel,                 Stellvertretende Vorstandsvorsitzende der DDF

Deutsche Diabetes Föderation e.V.
Allee der Kosmonauten 69
12681 Berlin
Telefon 030 12088170

http://www.ddf.de.com

info@ddf.de.com  

 

7. Februar 2017  -Pressemitteilung-

Kinder wegen Diabetes von Schulen abgewiesen

Deutsche Diabetes Föderation (DDF) prangert Diskriminierung an und fordert bundeseinheitliche Regelung für die Inklusion von Kindern mit chronischen Krankheiten oder Behinderungen an Schulen und KiTas.  

Bei der Diabetes-Selbsthilfe gibt es immer wieder Anrufe verzweifelter Eltern, deren Kind an KiTa oder Schule wegen des Diabetes nicht aufgenommen wurde. Aktuell lassen dazu Fälle aus Thüringen und Bayern aufhorchen. Häufig eskaliert die Situation, weil sich Lehrkräfte nicht in der Lage sehen Unterstützung beim Blutzucker messen oder Insulin spritzen zu leisten. Die Angst vor Fehlern oder ungeklärten Haftungsfragen steht dabei meist im Vordergrund. Doch diese Sorgen sind unbegründet, stellt Elke Brückel, stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Diabetes Föderation, klar: „Es gibt eindeutige Regelungen, dass Lehrkräfte oder Erzieherinnen wegen nicht vorsätzlich begangener Fehler auch nicht haftbar gemacht werden können.“ 

Sollte mit der Schule keine Lösung für die pflegerisch-medizinische Unterstützung gefunden werden können, besteht die Möglichkeit eine Integrationshilfe zu beantragen, die das Kind begleitet und diese Aufgaben übernimmt. „Das liest sich gut auf dem Papier. Auch hier kämpfen die Eltern mit Ämtern und Behörden, die sich oft nicht zuständig fühlen. Auch mangelt es häufig an Integrationshelfern“, weiß Brückel zu berichten.

Deutschland hat bereits 2009 die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet und sich verpflichtet, die für die Inklusion erforderlichen Ressourcen zur Verfügung zu stellen. Und Ende letzten Jahres wurde das Bundesteilhabegesetz verabschiedet. Doch damit ist der Zugang zu Bildung und das Recht auf Teilhabe bei Weitem nicht für alle Kinder mit Behinderung möglich, wie die jüngsten Fälle aus Bayern und Thüringen zeigen. Bildung ist Ländersache und die Regelungen sind sehr unterschiedlich. Und so ist es nach nahezu acht Jahren UN-Behindertenrechtskonvention Realität, dass die Bundesländerzugehörigkeit oder einzelne Träger darüber entscheiden, ob einem Kind mit Krankheit oder Behinderung das Grundrecht auf Bildung gewährt wird. 

„Dass diese Art der Ausgrenzung und Diskriminierung in unserer heutigen Zeit möglich ist, empfinden wir als Skandal“, so Elke Brückel. Weiter: „Im Alltag ist für Menschen mit Behinderung vieles möglich. Die Länder müssen an KiTas und Schulen die Voraussetzungen schaffen, damit Inklusion praktiziert werden kann. Es gibt Positivbeispiele, wie Berlin und Baden-Württemberg.“ 

Über die Deutsche Diabetes Föderation DDF e.V.

Die DDF ist ein bundesweit agierender Patientenverband der Selbsthilfe, der sich für die Versorgungssicherheit und Lebensqualität von Menschen mit Diabetes einsetzt. Zentrales Anliegen ist die Etablierung eines ‚Runden Tisches Diabetes‘, der alle Beteiligten auf Augenhöhe zusammenbringt. Die DDF steht allen Menschen mit Diabetes und deren Angehörigen offen.

 

Ansprechpartnerin:
Elke Brückel 
Stellvertretende Vorsitzende

elke.brueckel@ddf.de.com

Deutsche Diabetes Föderation e.V.
Allee der Kosmonauten 69
12681 Berlin
Telefon 030 12088170

http://www.ddf.de.com

info@ddf.de.com   

Vorstand

Dr. Klaus-Dieter Warz (Vorsitzender)

Elke Brückel (stellvertretende Vorsitzende)

Dr. Sven Becker (stellvertretender Vorsitzender)

Jutta Katgely

Dr. Reiner Korthauer

Almut Sachowerskyj

 

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